18 Juni Daniel Sererols | Mediator in Barcelona und Dozent
Daniel Sererols | Mediator in Barcelona und Dozent für Mediation, Verhandlung und Konfliktmanagement
Mit dem Ende des akademischen Jahres 2025–2026 möchte ich einige Gedanken zu einem Jahr teilen, das für mich beruflich besonders bereichernd war.
Meine Haupttätigkeit liegt weiterhin in der Konfliktmediation in Barcelona. Es ist ein Beruf, der mich begeistert, weil er mir ermöglicht, Einzelpersonen, Familien, Unternehmen, Wohnungseigentümergemeinschaften und Organisationen dabei zu unterstützen, durch Dialog Lösungen für Situationen zu finden, die oft schwer zu bewältigen scheinen.
In diesem Jahr hatte ich darüber hinaus die Gelegenheit, einen wichtigen Teil meiner Zeit einer weiteren Tätigkeit zu widmen, die mir sehr am Herzen liegt: der Lehre und der beruflichen Weiterbildung.
Erfahrung weitergeben an der La Salle Gràcia
Im Laufe dieses Jahres habe ich an der La Salle Gràcia in verschiedenen Berufsausbildungsprogrammen unterrichtet.
Dabei hatte ich die Gelegenheit, mit Studierenden der Fachrichtungen Verwaltung und Finanzen, Internationaler Handel, Bauprojektplanung sowie Vertrieb und Marketing zu arbeiten. Zu den von mir unterrichteten Fächern gehörten Internationale Verhandlung, Beschäftigungsfähigkeit sowie Verkaufsförderung am Point of Sale.
Ich war immer der Überzeugung, dass technisches Fachwissen unverzichtbar ist. Gleichzeitig spielen zwischenmenschliche Kompetenzen eine ebenso wichtige Rolle für jede berufliche Laufbahn.
Zuhören, klar kommunizieren, verhandeln, im Team arbeiten und mit Meinungsverschiedenheiten konstruktiv umgehen zu können, sind Fähigkeiten, die Fachkräfte ihr gesamtes Berufsleben begleiten.
Viele der Werkzeuge, die wir täglich in der Mediation einsetzen, sind ebenso wertvoll in Unternehmen, Arbeitsteams und Organisationen aller Art.
Die Realität der Mediation an zukünftige Fachkräfte weitergeben
In diesem Jahr hatte ich außerdem die Ehre, als Dozent im Aufbaustudiengang Konfliktlösung der Anwaltskammer von Barcelona (ICAB) mitzuwirken.
Ziel war es, zukünftigen Mediatorinnen und Mediatoren Einblicke in Situationen zu geben, die in der beruflichen Praxis tatsächlich auftreten.
Wer Mediation studiert, erwirbt Wissen, Techniken und Methoden. Doch irgendwann kommt der Moment, in dem die ersten realen Fälle bearbeitet werden müssen. Dann entstehen Fragen, die sich nicht allein durch Theorie beantworten lassen.
Wie wird Vertrauen zwischen den Parteien aufgebaut? Wie geht man mit besonders emotionalen Sitzungen um? Was kann man tun, wenn eine Verhandlung festgefahren erscheint? Wie bewahrt man Neutralität in komplexen Situationen?
Die Möglichkeit, reale Erfahrungen zu teilen und gemeinsam über diese Fragen nachzudenken, war für mich besonders bereichernd.
Koordination von Ausbildungen in Mediation und ADR
In diesem Jahr hatte ich zudem die Gelegenheit, als Ausbildungskoordinator bei Logos Media tätig zu sein, einer Organisation, die auf die Ausbildung von Fachkräften in Mediation, Schlichtung und anderen ADR-Verfahren (Alternative Dispute Resolution) spezialisiert ist.
In dieser Funktion war ich an der Koordination und Entwicklung von Ausbildungsprogrammen beteiligt, die sich sowohl an zukünftige Mediatorinnen und Mediatoren als auch an Fachkräfte richten, die ihre Kenntnisse im Bereich der Konfliktlösung vertiefen möchten.
Ausbildung ist ein wesentlicher Baustein für die Zukunft der Mediation. Deshalb empfinde ich es als besonders motivierend, zur Vorbereitung neuer Fachkräfte und zur Förderung einer Kultur des Dialogs, der Verhandlung und des konstruktiven Umgangs mit Konflikten beizutragen.
Die Bedeutung der Prävention
Eine weitere sehr positive Erfahrung war die Durchführung einer Fortbildung für Fachkräfte von Fundesplai zum Thema Konfliktprävention und Konfliktmanagement im Jugendbereich.
Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Beziehungen zwischen Jugendlichen und pädagogischen Teams sowie auf das Zusammenleben der Jugendlichen untereinander.
Oft wird Mediation ausschließlich mit der Lösung bestehender Konflikte in Verbindung gebracht. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht jedoch darin, Konflikte zu verhindern, bevor sie entstehen oder eskalieren.
Wenn Menschen über Kommunikationsfähigkeiten, aktives Zuhören und emotionale Kompetenz verfügen, können viele Konflikte frühzeitig erkannt und konstruktiv bearbeitet werden, bevor sie zu größeren Problemen werden.
Erfahrungen mit neuen Mediatorinnen und Mediatoren teilen
Eine der größten Freuden dieses Jahres war es, Menschen kennenzulernen, die sich auf den Beginn ihrer beruflichen Laufbahn im Bereich der Mediation vorbereiten.
Ich erinnere mich sehr gut an meine eigenen beruflichen Anfänge und an die Fragen und Unsicherheiten, die mit neuen Herausforderungen verbunden sind.
Deshalb versuche ich, wann immer sich die Gelegenheit bietet, Erfahrungen, Erkenntnisse und Überlegungen weiterzugeben, die für neue Fachkräfte hilfreich sein können.
Mediation ist eine Disziplin, die Wissen, Technik und Erfahrung miteinander verbindet. Ausbildung ist unverzichtbar, ebenso wichtig sind jedoch die Beobachtung realer Fälle, professionelle Begleitung und kontinuierliches Lernen.
Wenn meine Erfahrung anderen Mediatorinnen und Mediatoren dabei helfen kann, ihre ersten beruflichen Schritte mit mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu gehen, freue ich mich, dazu beitragen zu können.
Mediator in Barcelona, Dozent und Lösungsbegleiter
Nach mehr als fünfunddreißig Jahren Berufserfahrung in der Unternehmenswelt und meiner heutigen Tätigkeit als Mediator bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass das Teilen von Wissen und Erfahrung eine der besten Möglichkeiten ist, zur Entwicklung von Menschen und Organisationen beizutragen.
Deshalb bin ich weiterhin offen für die Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Berufsverbänden, öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen, die Schulungen, Workshops, Konferenzen oder andere Aktivitäten zu den Themen Mediation, Verhandlung, Kommunikation, Konfliktprävention oder ADR organisieren möchten.
Ebenso stehe ich neuen Fachkräften im Bereich der Mediation zur Verfügung, die die praktische Realität des Berufs kennenlernen, Erfahrungen austauschen oder ihr Wissen über die Bearbeitung konkreter Fälle vertiefen möchten. Mediation wird nicht nur durch Studium erlernt, sondern auch durch Beobachtung, Praxis und Reflexion gemeinsam mit anderen Fachleuten.
Selbstverständlich stehe ich auch Einzelpersonen, Familien, Unternehmen und Organisationen zur Verfügung, die die Unterstützung eines Mediators in Barcelona benötigen, um familiäre, nachbarschaftliche, gemeinschaftliche, geschäftliche oder organisatorische Konflikte zu bearbeiten.
Letztlich verfolgen Mediation und Lehre dasselbe Ziel: Menschen dabei zu helfen, voranzukommen.
Daniel Sererols Villalón
Konfliktmediator in Barcelona
Rechtsanwalt, Dozent, Ausbildungskoordinator und Lösungsbegleiter
🌐 www.mediadorconflictos.com
📧 daniel@mediadorconflictos.com
📞 +34 661 463 306